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Dem Hund schnelles Platz beibringen – Hund im Freilauf stoppen

Dem Hund Platz beibringen ist für viele gar nicht so schwierig. Schwierig wird es erst, wenn du versuchst den Hund im Freilauf auf Entfernung ins Platz zu bringen. In diesem Beitrag erfährst du, warum es Gold wert ist, deinen Hund mit dem Platz Kommando auf ENTFERNUNG stoppen zu können und wie du es deinem Hund beibringst.

Dem Hund schnelles Platz beibringen – Wozu?

Sicherheit für Passanten

Stell dir vor, du bist mit deinem Hund ohne Leine unterwegs und dir kommt ein Radfahrer entgegen. Da dein Hund einige Meter vor dir läuft, reicht die Zeit nicht aus, um ihn zu dir zu rufen. Um dem Radfahrer zu signalisieren, dass der Hund gut erzogen ist und unter deiner Kontrolle steht, legst du ihn auf die Entfernung ins Platz.

Häufig passiert es, dass der Hund, sobald man ihn gerufen hat, sich doch lieber für den spannenden Reiz interessiert und seinen Rückruf in diesem Moment vergisst. An dieser Stelle ist es sicherer, den Hund schnell abzulegen, damit er sich nicht mehr in der Bewegung befindet und sich auf eine Aufgabe („Bleib so lange liegen, bis ich das Kommando auflöse“) konzentrieren kann. Sobald der entgegenkommende Reiz passiert hat, kann das Kommando wieder aufgelöst und der Spaziergang fortgesetzt werden.

Beschäftigung für den Hund

Dem Hund schnelles Platz beibringen kann auch eine gute Beschäftigung für den Spaziergang sein. Du bist mit deinem freilaufenden Hund unterwegs. Dann rufst du deinem Hund das Platz Kommando zu und entfernst dich ein wenig. Während der Hund in der Platz-Position verweilt, wird er konzentriert auf deine Freigabe warten. Sobald du diese mit OK o.ä. gibst, werden viele Hund schnell zu dir losrennen und einen kleinen Sprint einlegen. Bedenke aber, dass du anfänglich nur geringe Distanzen wählst und diese mit steigendem Trainingsstand erweitern kannst.  

Reagiert dein Hund nicht auf dein Platz-Kommando, dann ist er zu sehr mit seiner Außenwelt beschäftigt. Leine ihn in diesem Fall erstmal an und geht so lange angeleint weiter, bis er gedanklich wieder bei dir angekommen ist.

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Verbesserung der Impulskontrolle

Zu guter Letzt eignet sich das Platz auf Distanz auch sehr gut zum Verbessern der Impulskontrolle. Dafür sitzt dein Hund neben dir, während du sein Spielzeug einige Meter entfernt hinwirfst. Sobald das Spielzeug gelandet ist, schickst du deinen Hund los und rufst laut das Platz-Kommando BEVOR er das Spielzeug erreicht. Legt er sich ab, kannst du ihn zur Belohnung erneut zum Spielzeug schicken. Hat er das Kommando ignoriert und ist direkt zum Spielzeug gerannt, war die Übung noch zu schwer für deinen Hund.

Bedenke, dass das Ablegen aus der Bewegung heraus mit dem Spielzeug vor der Nase für deinen Hund eine absolute Königsdisziplin ist. Diese Übung kannst du immer wieder in den Spaziergang einbauen, um deinen Hund, nach vielen Wiederholungen, ggf. auch bei Sicht eines Wildtieres stoppen zu können.

Hund schnelles Platz beibringen – Die Trainingsschritte

Grundvoraussetzung für das Platz auf Distanz ist, dass dein Hund das normale Platz Kommando schon in allen möglichen Situationen beherrscht, auch unter Ablenkung. Beim „normalen“ Platz legt sich der Hund häufig aus dem Sitz und in direkter Nähe des Menschen ab. Für ihn ist es daher fremd, sich in der Bewegung und vor allem von dir entfernt ins Platz zu legen. Daher baust du das Kommando wie folgt auf:

Schritt 1 – Platz im Schritttempo

Zuerst bringst du deinem Hund bei, sich aus der Bewegung ins Platz zu legen. Dazu läufst du mit deinem Hund angeleint und mit normalem Schritttempo. Nutze einen Moment, in dem dein Hund weder von fremden Gerüchen oder anderen Reizen abgelenkt ist und gib ihm nun das Platz-Kommando. Achte dabei auf eine knackige, aber nicht schreiende Aussprache. Während du das Kommando aussprichst, drehst du deinen Körper vor deinem Hund ein, sodass er die Bewegung stoppt und sich idealerweise sofort hinlegt. In diesem Fall nimmst du sofort den körpersprachlichen Druck heraus und stellst dich wieder neben deinen Hund in Laufrichtung. Lobe deinen Hund, löse das Kommando auf und setze den Spaziergang fort. Wiederhole diese Übung an unterschiedlichen, ablenkungsarmen Orten.

Hinweis:

Passe die Intensität deiner Körpersprache an deinen Typ Hund an. Er soll davon nicht verängstigt, sondern nur beeindruckt sein und merken: „Huch, hier ist wirklich klipp und klar ein Platz gemeint!“.

Schritt 2 – Distanz einbauen

Klappt die Übung aus dem 1. Schritt schon sehr gut, kannst du nun etwas Distanz einbauen. Dazu entfernst du dich einige Schritte von deinem Hund, nachdem er sich nach deinem Kommando abgelegt hat. Überprüfe anhand eines Taschenspiegels, ob dein Hund liegen bleibt. Der Taschenspiegel ist hierbei eine gute Hilfe, da du dich nicht zu deinem Hund umdrehen solltest. Das Umdrehen lädt viele Hund ein, sofort wieder aufzuspringen.

Springt dein Hund gleich wieder auf, gibst du ihm dein Korrektursignal ( >>so baust du dein Korrektursignal auf<<) und bringst ihn an den Ausgangsort zurück. Entferne dich erneut ein paar Schritte und löse das Kommando auf. Wiederhole die Übung nun mit einer noch geringeren Distanz, sodass dein Hund erfolgreich sein kann. Bei längeren Distanzen nutze deine Hand und deinen Körper als Stop-Schild. Sobald dein Hund zu dir rennen möchte, dreh dich um und strecke ihm deine Stop-Hand entgegen.

Bleibt dein Hund liegen, während du dich von ihm entfernst, löse das Kommando auf und belohne ihn ausgiebig.

Schritt 3 – Platz generalisieren

Ein Kommando generalisieren bedeutet, dass der Hund es an jedem Ort und verschiedenen Ablenkungen zuverlässig ausführt. Dazu ist es erforderlich, das Kommando auch an unterschiedlichen Orten und variierender Ablenkung zu üben.  

Klappt der 2. Schritt schon sehr gut, steigere die Ablenkungsreize auf dem Spaziergang. Zum Beispiel kannst du hierzu die Übung mit dem Spielzeug nutzen. Solltest du unsicher sein, ob er diese Königsdisziplin auch schon erfolgreich ausführt, sichere deinen Hund am besten mit einer Schleppleine. Er sollte kein Erfolg haben, dein Kommando zu ignorieren und zum Spielzeug zu gelangen. Erst wenn dein Hund sich – trotz Spielzeug am Boden – zuverlässig stoppen lässt, trainierst du mit schleifender oder ohne Schleppleine.

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Hund schnelles Platz beibringen – Wenn nichts klappt!

Was tun, wenn dein Hund das Prinzip, entfernt von dir Platz zu machen, einfach nicht versteht und sich immer erst auf dich zu bewegt, um in deiner direkten Nähe Platz zu machen? In dem Fall nutzt du für den Trainingsaufbau eine 2m Führleine und befestigst sie an einem Baum, Laternenpfahl oder was dir gerade zur Verfügung steht. Entferne dich anschließend ein kleines Stück von deinem Hund, gib das Platz Kommando, warte still ab, bis er sich hinlegt, lob ihn und lös das Kommando wieder auf. Durch diese Übung kann dein Hund erstmal verinnerlichen, dass es auch möglich ist, etwas entfernt von dir Platz zu machen.

Eine weitere Möglichkeit ist, eine Schleppleine am Geschirr deines Hundes zu befestigen und diese um einen Baum herum zu legen. Das Schleppleinen-Ende behältst du in der Hand, dein Hund ist in deine Richtung ausgerichtet, du gibst das PLATZ Kommando und durch die gespannte, um den Baum herumgelegte Schleppleine, kann dein Hund nicht auf dich zu laufen und macht das PLATZ an Ort und Stelle. Lobe deinen Hund, löse das Platz auf, lass das Schleppleinen Ende los und rufe deinen Hund zu dir. Sobald dein Hund das Grundprinzip verstanden hat, arbeitest du wie anfänglich in Schritt 1, 2 und 3 beschrieben weiter.

WICHTIGER HINWEIS!

Manche Hunde legen sich bei kalten oder nassen Witterungsbedingungen nur ungern am Boden ab. Wähle darum ein passendes Trainingswetter, damit dein Hund motiviert mitmacht. Arbeitest du lieber mit SITZ, statt PLATZ, dann darfst du das natürlich auch. Das Platz hat meiner Erfahrung nach lediglich den Vorteil, dass der Hund rein von der Körperposition her noch etwas sicherer geparkt ist. Legt oder setzt dein Hund sich partout ungerne hin, dann lass ihn tierärztlich untersuchen, um Probleme am Bewegungsapparat als Ursache ausschließen zu können.

https://www.youtube.com/watch?v=19ldDpIQ-QU

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