Hundetraining

Geheimtipps für eine erfolgreiche Hundeerziehung – Teil 2

erfolgreichen Hundeerziehung

Geheimtipps für eine erfolgreiche Hundeerziehung – Teil 2

Im ersten Teil unserer Geheimtipps für eine erfolgreiche Hundeerziehung haben wir dir das WER-WAS-WIE-Prinzip erklärt und was es damit genau auf sich hat. Falls du diesen Teil noch nicht kennst kannst du ihn HIER nochmal nachlesen.

In diesem Teil erklären wir dir die Bedeutung von Belohnung und Konsequenz und wie du diese genau einsetzt.

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Geheimtipps für erfolgreiche Hundeerziehung

Geheimtipp 4

Erwünschtes Verhalten sollte immer eine Belohnung nach sich ziehen und unerwünschtes Verhalten immer eine Konsequenz. Dein Zeitfenster beträgt maximal 2 Sekunden, danach kann der Hund die Belohnung oder die negative Konsequenz und seine Handlung nicht mehr in Verbindung bringen. Achte also unbedingt auf ein gutes Timing und sei schnell! Ansonsten warte auf eine neue Chance.

Belohnung

Eine Belohnung ist nicht nur Futter, sondern kann auch ein nett ausgesprochenes Lob, ein Streichler oder vielleicht ein geliebtes Spielzeug sein. Lobe deinen Hund auch wenn er brav ist, ohne dass du ihn vorher dazu aufgefordert hast. Läuft er zum Beispiel einfach so an lockerer Leine neben dir, dann lass ihn wissen, dass du das ganz toll findest. Warte nicht erst bis er wieder an der Leine zieht, damit du ihn dafür ausschimpfen kannst.

Erwünschtes Verhalten unseres Hundes nehmen wir viel zu oft still hin ohne den Hund wissen zu lassen wie toll er sich gerade benimmt. Ebenso wichtig ist es, dass du jede Situation – auch negative – immer positiv beendest. Selbst wenn dein Hund zuvor wilde Sau gespielt hat, lobe ihn sobald er sich wieder runtergefahren hat. Nur so versteht dein Hund auf Dauer welches Verhalten von dir erwünscht ist und welches nicht. Belohnung ist ein wesentlicher Teil für eine erfolgreiche Hundeerziehung.

Konsequenzen

Nun kommen wir zu unerwünschtem Verhalten. Es sollte immer, aber auch immer, Konsequenzen für den Hund haben! Wenn du deinem Hund z.B. SITZ sagst und er von allein wieder aufsteht, dann nutze dein Abbruchsignal (siehe Geheimtipp 5) und setze ihn erneut an Ort und Stelle hin. Warte kurz und entlasse ihn dann mit einem „ok“ aus dem Sitz. So merkt dein Hund, dass du wirklich meinst was du sagst und im Fall der Fälle auch durchsetzt.

Wenn du deinen Hund draußen 1-2 mal rufst und er daraufhin nicht kommt, dann gehe souverän zu deinem Hund und leine ihn an. Solltest du dazu neigen deinen Hund immer 8-10 mal zu rufen, dann bringst du ihm nur bei, dass deine Kommandos anscheinend nicht so wichtig sind und gerne auch ignoriert werden dürfen. Konsequenz darf in einer erfolgreichen Hundeerziehung nicht fehlen.

Geheimtipp 5

Überlege dir ein Korrektursignal. Bei mir ist das ein streng ausgesprochenes „äh äh“. Genauso gut kann es ein scharfes „Freundchen!“ oder „Lass es!“ sein, das wie eine Warnung ausgesprochen wird. Der Hund kann daraufhin entscheiden, ob er mit dem was er tut aufhört oder ob er weiter Unsinn macht und damit Gefahr läuft sich deinen Unmut und eine Konsequenz einzufangen.

Wähle ein Wort oder ein Geräusch, welches du im Alltag ansonsten nicht benutzt. So fällt es deinem Hund leichter dieses Wort zu verknüpfen und seine Bedeutung zu verstehen. Benutze dieses Signal immer wenn du deinen Hund von einem Verhalten abbringen möchtest. Will dein Hund zum Beispiel etwas von deinem Teller klauen, dann sprichst du ein scharfes „äh äh“ aus und weist ihm dann den Weg zu seiner Decke.

Korrektursignal richtig einsetzen

Diskutiere nicht lang mit deinem Hund, denn auch negative Aufmerksamkeit unsererseits ist den meisten Hunden sehr willkommen. Denke in so einem Fall eventuell über den Einsatz einer Hausleine nach, damit du souverän und schnell handeln kannst und keine Diskussion mit Machtspielchen zwischen euch entsteht. Lies zum Thema Hausleine gern auch unseren Beitrag über Leinen.

Lobe deinen Hund ruhig, wenn er nach deiner Korrektur lieb auf dem zugewiesenen Platz liegen bleibt, damit er versteht, dass dieses alternative Verhalten von dir geschätzt wird. Du kannst dieses Signal ebenfalls benutzen, wenn du deinem Hund ein Kommando beibringst (z.B. Sitz) und er das Sitz selbstständig auflöst. Dem Aufstehen deines Hundes folgt ein „äh äh“ und dann lässt du deinen Hund erneut Sitz machen und löst das Sitz dann mit einem „ok“ wieder auf.

Geheimtipp 6 erfolgreiche Hundeerziehung

Nimm niemals den Gemütszustand deines Hundes an: In der Ruhe liegt die Kraft! Je aufgeregter dein Hund ist, desto ruhiger musst du sein. Bellt dein Hund zum Beispiel draußen einen anderen Hund an, dann ist es kontraproduktiv lauthals zu schimpfen, da du aus Sicht deines Hundes mit ihm mit pöbelst. Setze dich in solchen Situationen ruhig aber bestimmt durch und begib dich nicht auf die gleiche Gefühlsebene wie dein Hund. Du wirst sehen, dass dein Hund sich deutlich schneller beruhigt und auch du wirst dich besser fühlen, wenn du nicht mitbellst 🙂

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Das Video zum Thema musste aus rechtlichen Gründen entfernt werden.

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