Hundetraining

Aufgeregter Hund beim Füttern I Tipps für die Fütterung

aufgeregter hund beim füttern

Hundeverhalten: aufgeregter Hund vs. zögerlicher Hund  

Manche Hunde sind in Vorfreude auf ihren Futternapf völlig aus dem Häuschen. Andere Hunde wiederum nähern sich ihrem Futternapf nur sehr zögerlich oder gar nicht. Damit in Zukunft beide Hundetypen entspannt beim Fressen sind, bekommst du heute Tipps wie du deinen Hund füttern solltest. 

Den Hund füttern – Stressige Rituale

Ein aufgeregter Hund oder auch ein unsicherer Hund steht unter Anspannung. Anspannung verursacht Stress, den viele Hunde während der Fütterungszeit erleben.

Wenn du deinen unsicheren Hund füttern willst redest du dir vielleicht täglich den Mund fusselig, damit er sein Futter überhaupt anrührt. Meistens zieht er sich jedoch noch skeptischer zurück und nimmt sein Futter erst auf, wenn er sich unbeobachtet fühlt.

Ein aufgeregter Hund wird bereits unruhig, wenn die Fütterungszeit naht. Meistens rennt er nervös dort auf und ab, wo du sein Futter zubereitest. Führt dein Hund pflichtbewusst ein Sitz-Kommando vor dem gefüllten Futternapf aus, schießt nach deiner Freigabe direkt auf den Futternapf? Von Entspannung kann hier keine Rede sein, denn dein aufgeregter Hund ist, auch im Sitz, gestresst.

>> Darum ist Ignorieren von unerwünschtem Verhalten nicht immer hilfreich

 

Hund füttern – Die 4 häufigsten Fehler

 Dein Hund muss dein Handeln nachvollziehen können. Denke also daran, dass ein aufgeregter Hund unter dem Einfluss negativer Emotionen nur noch aufgeregter wird und Lernerfolge dadurch ausbleiben. Du solltest also darauf achten, dass dein Hund die Form deiner Kommunikation auch versteht.

>>>Verständlich mit dem Hund kommunizieren

 

1.  Respektloses Verhalten dulden

Futter ist für viele Hunde eine sehr wichtige Ressource. Freiwillig Abstand zum Futter zu halten ist ein Ausdruck von Respekt. Dein aufgeregter Hund verhält sich dir gegenüber also respektlos, wenn er dir und dem Futter ungefragt sehr nah kommt. Fordere körpersprachlich Abstand von deinem Hund, damit dein aufgeregter Hund sich dir gegenüber respektvoller verhält.

>>>Dem Hund körpersprachliche Grenzen setzen

 

Hund füttern – Respektvolles Verhalten fördern – So geht‘s

Befestige eine dünne Hausleine an deinem Hund, wenn dir die körpersprachliche Kommunikation noch schwerfällt. Die Hausleine schleift hinter deinem Hund her, wenn du deinen Hund füttern willst. Kommt dir dein aufgeregter Hund ungefragt zu nah, nimmst du das Leinenende wortlos auf und führst ihn ein Stück von dir weg. Unterstreiche deinen Wunsch nach Abstand nochmal durch Körperspannung und eine stoppende Handgeste. Lass die Leine wieder fallen und geh zurück zum Futter. Wiederhole das, bis dein Hund deinen Wunsch nach Abstand akzeptiert.

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2. Sitz-Kommando fordern

 Das Sitz-Kommando ist für viele Hundebesitzer ein festes Ritual, wenn sie ihren Hund füttern. Sofern der Hund das Sitz-Kommando entspannt ausführt, spricht auch nichts gegen die Verwendung eines Kommandos. Die meisten Hunde warten allerdings sehr angespannt auf die Freigabe ihres Besitzers. Das Sitz-Kommando verändert also lediglich die Position des Hundes vom Stehen ins Sitzen. Die innere Aufregung des Hundes bleibt aber bestehen. Dein Hund sollte darum lernen selbstständig Abstand zu dir zu halten, wenn du deinen Hund füttern möchtest. Ein Hund, der selbst mitdenkt, ist automatisch innerlich ruhiger und entspannter. Durch seine entspanntere Grundhaltung ist es dann auch völlig egal, ob er vor deiner Freigabe sitzt oder steht.

>>>Kommandos erziehen nicht deinen Hund

 

Hund füttern – Mitdenken fördern – So geht‘s

Schnapp dir den gefüllten Futternapf deines Hundes. Führ den Futternapf mit etwas Abstand zum Hund in Richtung Fußboden. Bewegt sich dein aufgeregter Hund daraufhin ungefragt in deine Richtung, nimmst du den Futternapf wortlos wieder hoch. Bring wieder etwas Abstand zwischen dich und deinen Hund und führ den Futternapf erneut in Richtung Fußboden. Macht dein aufgeregter Hund wieder einen Schritt in deine Richtung, so geht der Futternapf kommentarlos hoch.

Dein Hund lernt, dass seine Annäherung der Grund für das Verschwinden des Futternapfes ist. Dein Hund wird es mal mit Abwarten probieren und feststellen, dass du den Futternapf dadurch auf dem Boden abstellst. Im Anschluss erhält dein Hund sofort die Freigabe zum Fressen, weil ein sehr aufgeregter Hund noch nicht in der Lage ist lange zu warten. Verlängere die Wartezeit in kleinen Schritten, wenn du deinen aufgeregten Hund füttern möchtest. Nur so kann aus der ehemals starken Anspannung moderate Freude aufs Futter werden.

3. Feste Fütterungszeiten

Ein sehr verfressener Hund speichert immer gleiche Fütterungszeiten als festes Ritual ab. Ab einer bestimmten Uhrzeit wird er dadurch unruhig. Er läuft aufgeregt zwischen dir und der Küche hin und her oder verfolgt dich ungeduldig fiepend in der Wohnung. Dein aufgeregter Hund gibt dir unmissverständlich zu verstehen:

„Ey! Es ist Fressenszeit! Wird Zeit, dass du meinen Napf füllst“

Vielleicht findest du das anfänglich noch ganz niedlich, allerdings vergisst du dabei, dass dein Hund mit der Zeit eine immer größere Nervensäge wird. Das Schlimmste aber ist, dass dein Hund dadurch täglich unnötig in Stress gerät. Stress, der sich auf Dauer negativ auf das Verhalten und auf das Wohlbefinden deines Hundes auswirken kann. Den Hund füttern kann dann natürlich auch für dich zum Stressfaktor werden. Je intensiver er dich zur Futterzubereitung auffordert, umso genervter wirst du reagieren.

Hund füttern – Alte Rituale beseitigen – So geht’s!

Dein aufgeregter Hund muss lernen sich zu entspannen. Weiche die festen Fütterungszeiten darum auf und füttere deinen Hund eine Weile mal nicht mehr aus dem Futternapf. Nutze das Futter während des Spaziergangs zum Beispiel für Suchspiele. Bei einem apportierfreudigen Hund füllst du das Futter in einen Futterdummy. Auch Blicke, die dein Hund dir im Freilauf oder an der Schleppleine von sich aus zuwirft, kannst du durch ein fliegendes Futterstück erwidern. Damit verbesserst du ganz nebenbei auch noch die Orientierung an dir.

>>>Weitere Beschäftigungstipps für den Spaziergang 

 

4. Hund zum Fressen überreden

Wenn man seinen Hund füttern möchte und dieser sich so gar nicht darüber freut, dann fragt man sich schnell was nicht mit ihm stimmt. Man sorgt sich und versucht dem Hund das Futter darum besonders intensiv anzupreisen:

„Schau mal wie lecker! Hmmmm … das sieht aber gut aus!“

Kaum steht der Futternapf auf dem Boden, wird der Hund erneut motiviert:

„Na komm her! Fressi, Fressi! Ist ganz lecker!“

Du möchtest deinen Hund füttern, erreichst durch dein aufdringliches Verhalten aber genau das Gegenteil. Dein unsicherer Hund fühlt sich bedrängt und unwohl. Die Skepsis wird immer größer und die Lust zu Fressen immer kleiner. Häufig wird dein Hund erst dann schnell seine Mahlzeit herunterschlingen, wenn er sich unbeobachtet fühlt.

Hund füttern – Umgang mit unsicheren Hunden – So geht’s!

Ignoriere deinen Hund während du das Futter zubereitest, denn seine Nase weiß bereits, dass Fütterungszeit ist. Stell den gefüllten Futternapf wortlos auf den Boden. Intensive Blicke oder Lockversuche sind tabu. Gib den Futternapf lediglich mit einem kurzen Blick in Richtung deines Hundes per „ok“ frei. Entferne dich dann und ignoriere deinen Hund, denn jeder noch so kleine Seitenblick von dir wird die Skepsis deines Hundes wieder verstärken. Räum den Futternapf wortlos weg, sofern dein Hund das Futter nach ca. 10 Minuten noch nicht angerührt hat. Stell den Futternapf ein paar Stunden später erneut auf den Fußboden. Dein Hund lernt, dass du ihn nicht mehr unter Druck setzt und ebenso, dass du den Futternapf immer wieder wegstellst. Dein Hund wird lernen sich sicherer dem Futternapf zuzuwenden und fressen.

Frisst dein Hund nicht, obwohl du dich richtig verhältst, dann lass ihn bitte umgehend tierärztlich untersuchen.

 

Zusatz-Tipps für Schlinger

Manche Hunde schlingen, weil sie sich als Welpe einen Napf mit ihren Geschwistern teilen mussten. Sie waren dadurch gezwungen möglichst viel Nahrung innerhalb kurzer Zeit aufzunehmen.

Andere Hunde schlingen, weil sie den Zweithund der Familie vielleicht als einen möglichen Futterkonkurrenten ansehen. Achte in dem Fall auf genügend Abstand zwischen den Hunden, damit beide Hunde in Ruhe fressen können.

 

Hund füttern mit Anti-Schling-Napf

Schlingen ist zwar etwas völlig Natürliches, aber durch die fehlende Kautätigkeit landen sehr große Brocken im Magen deines Hundes. Der Verdauungsaufwand ist dadurch höher und belastet den Magen und Verdauungstrakt. Hinzu kommt, dass beim Schlingen sehr viel Luft in das Verdauungssystem gelangt, was Blähungen oder auch Krämpfe beim Hund begünstigen kann. Ein Anti-Schling-Napf weist unterschiedliche Erhebungen innerhalb des Napfes auf und verhindert damit das schnelle Herunterschlingen des Futters.

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Erst anschauen, dann fressen

Setz dich mit dem leeren Futternapf auf einen Stuhl und platziere die eigentliche Futterration in Reichweite. Stell den leeren Futternapf kommentarlos auf den Boden. Dein aufgeregter Hund wird die Nase in den leeren Futternapf halten und dich anschließend verdutzt anschauen. In genau diesem Moment des Blickkontakts legst du ein paar Stücke Trockenfutter in den Napf. Anschließend gibst du das Futter sofort frei. Nachdem dein Hund aufgefressen hat, wird er dich erneut fragend anschauen. Lege weitere Trockenfutterstücke in den Futternapf und gibt deinem Hund die Freigabe diese zu fressen. Führe das Spielchen so fort, bis die Futterration aufgebraucht ist.

 

Kein Futter mehr aus dem Napf

Wenn du deinen Hund füttern möchtest, dann geht das auch wunderbar ohne Futternapf. Verstecke einen Teil des Futters in der Wohnung oder nutze einen Schnüffelteppich, Kong oder Futterball. Als Besitzer eines Gartens kannst du das Futter auch mal im Gras verstreuen. Stelle dabei sicher, dass diese Stelle des Gartens frei von Bienen oder Wespen ist. Draußen auf dem Spaziergang kannst du das Futter wie anfänglich schon beschrieben natürlich ebenfalls spielerisch an deinen Hund verfüttern.

Damit verhinderst du nicht nur das Schlingen, dein Hund wird auch noch ganz nebenbei durch Nasenarbeit ausgelastet. Ebenso haben die gemeinsamen Spiele eine positive Auswirkung auf eure Bindung.

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